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Jahresrückblick 2011 – Mai

19/12/2011
  • Die EHEC-Epidemie beginnt.
  • Osama bin Laden wird durch ein US-Spezialkommando getötet.
  • 9 Menschen sterben bei einem Erdbeben in Südostspanien.
  • Ratko Mladic wird in Serbien festgenommen.
  • G8-Gipfel in Frankreich.
  • Eurovision-Song-Contest in Düsseldorf
  • Gunter Sachs stirbt.

Als Gunter Sachs im Mai den Freitod einem Leben unter Leiden vorzog wurde darüber viel in den Medien berichtet. Es wurde über die Umstände seines Todes spekuliert, sein Abschiedsbrief zitiert, über sein Playboy-Leben berichtet. Über seine Ehen mit Brigitte Bardot und Mirja Larsson, über seine Sportwagen und seinen Lebensstil. Es war die Rede von seinen Leistungen als Unternehmer und sogar von denen als Bobfahrer. Aber was nicht oder nur sehr selten erwähnt wurde, war, dass er ein begnadeter Fotograf und Künstler war.

Bereits 1974 bekam er eine Sonderausstellung auf der Photokina und durfte für die Messe auch das Plakat gestalten. Gunter Sachs machte immer wieder mit mutigen und surrealen Akt- und Landschaftsaufnahmen von sich reden. Ferner war er praktisch so etwas wie ein Vorreiter der künstlerischen Digitalfotografie. Heute mögen diese Werke antiquiert wirken. Aber damals waren sie Topmodern. Inzwischen geht von ihnen fast so etwas wie nostalgischer Charme aus. Alles in Allem hat die Welt mit Sachs einen Mann verloren, an den man sich vor allem wegen seiner Arbeit und nicht wegen seines Lebens erinnern sollte.

In diesem Stern-Artikel befindet sich eine Bildgalerie mit Digitalfotos von Gunter Sachs

Quelle der Bilder ist das „Museum Frieder Burda“

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Wenn das Wetter nicht mitspielt

18/12/2011

Jeder kennt diese Situation. Man schaut aus dem Fenster und geht im Kopf seine geistige Checkliste durch.

– dramtisches Licht – Check!

– durchgezeichneter Himmel mit spannenden Wolken – Check!

– interessanter Bodennebel der dem Bild noch den letzten Schliff gibt – Check!

– die Wolken sind zwar dunkel und dramatisch aber es kommt kein Tropfen Regen vom Himmel – Check!

Also ziehe ich mich schnell an, packe meine Ausrüstung und fünf Minuten später sitze ich im Auto. Ich weiß auch schon genau wo es hingehen soll. Schon öfters ist mir vom Straßenrand aus eine Baumgruppe aufgefallen, die ich mal fotografieren wollte. Und das Beste: Nur 15 Minuten Fahrt über Landstraßen.

Als ich dort ankomme sieht alles fantastisch aus. Die Bäume werfen schöne Schatten und leuchten golden. Vor dem schwarzen Himmel absolut genial. Ich baue mein Stativ auf, montiere die Kamera, mache meine Einstellungen und will gerade abdrücken…. da bewegt sich eine Wolke genau vor die Sonne. Mist. Aber macht nichts. Die Wolke ist nicht besonders groß. Ich muss nur ein Bisschen warten. Und warten. Und warten. Die Wolken werden dichter, die Sonne weniger. Und was ist das? War das ein Tropfen? Es regnet! Eine Minute später regnet es nicht mehr. Jetzt schüttet es aus allen Kübeln! Für den Nebel ist das der Tod. Aber 30 Sekunden lang wehrt er sich so gut er kann. Dann hat er sich in Nichts aufgelöst. Alles umsonst? Sieht so aus. Um nicht ganz umsonst hergekommen zu sein schieße ich, als es für eine Minute aufhörte zu regnen, ohne genaue Einstellungen zwei, drei Bilder. Besser als nichts.

Zu Hause lade ich die Bilder in Lightroom und bin natürlich enttäuscht. Es hilft ja alles nichts. Dafür gibt es ja Lightroom. Und nachdem ich keinen Regler unberührt gelassen habe ist das Ergebnis überraschend. Da war ja tatsächlich noch Nebel. Den hat man mit den Augen nicht mehr gesehen. Es ist zwar mehr eine Suppe als spannende Schwaden von Bodennebel, aber die tut dem Bild trotzdem ganz gut.

Hier das Ergebnis. Ich bin natürlich trotzdem nicht zufrieden. Die Farben sind Mist. Aber vielleicht habe ich auch nur das Bild im Kopf, das ich gemacht hätte wäre ich eine Weile eher losgefahren.

Was lernen wir daraus? Erstens: Eventuell ist es manchmal eine bessere Idee ein Bild gleich im eigenen Garten zu machen wenn die Bedingungen dafür ideal sind. Zweitens: Zur Fotografie gehört auch eine Portion Glück. Und Drittens: Auch wenn alles nicht so rosig aussieht: Manchmal ist das Ergebnis besser als erwartet.

Jahresrückblick 2011 – April

16/12/2011
  • 50. Jahrestag des Raumflugs von Juri Gagarin.
  • Eine Serie von 150 Tornados verwüstet den Süden der USA.
  • Hochzeit von Prinz William und Catherine Middelton.
  • Der Goldpreis überschreitet aufgrund der Wirtschaftskrise erstmals die Marke von 1500 US-Dollar pro Unze Feingold.
  • Witta Pohl stirbt.
  • Guido Westerwelle tritt als Vorsitzender der FDP ab.
  • Durch einen Sandsturm wird auf der A 19 in Mecklenburg-Vorpommern eine Massenkarambolage von 40 Fahrzeugen ausgelöst. 8 Menschen sterben. 130 werden verletzt.
  • Der Fall Dennis ist gelöst. Der „Maskenmann“ wird nach 19 Jahren Fahndung festgenommen.
  • 25. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl.

Zum 25. Jahrestag der Tschnobyl-Katastrophe möchte ich euch eine Fotogalerie bei Gerd Ludwig empfehlen

Gerd Ludwig war aber während der letzten 25 Jahre mehrmals in Tschernobyl. Es gibt noch andere Galerien darüber auf seiner Homepage, die durchaus sehenswert sind.

Gerd Ludwig ist schon lange für National Geographic aktiv und hat im Laufe der Jahre viele Bilder, die nachdenklich machen geschossen.

Jahresrückblick 2011 – März

14/12/2011
  • Katastrophen in Japan. Nach dem stärksten Erdbeben aller Zeiten in Japan kommt es zu einem folgenschweren Tsunami und einer Kernschmelze im AKW Fukushima.
  • Beginn der internationalen Militäreinsätze in Libyen.
  • Winfried Kretschmann gewinnt mit seinen Grünen die Landtagswahl in Baden-Württemberg und wird somit erster grüner Ministerpräsident. Weltweit.
  • Leipziger Buchmesse. Schwerpunktland ist Serbien.
  • Die NASA-Raumsonde MESSENGER erreicht nach siebenjähriger Reise den Merkur.
  • Atomwende in Deutschland. Angela Merkel verkündet ein Moratorium für die ältesten Atomkraftwerke Deutschlands.
  • Der Eisbär Knut stirbt.
  • Elizabeth Taylor stirbt.
  • Kurt Weidemann stirbt.

Kurt Weidemann war ein deutscher Grafikdesigner, Typograf und Autor. Und jeder von euch kennt seine Werke.

Er hat nicht nur die Erscheinungsbilder vieler bekannter Firmen überarbeitet. Unter anderem entwarf er den Schriftzug „PORSCHE“ und entwickelte das Logo der deutschen Bahn.

Er schuf auch die Schriftfamilie Corporate A.S.E, die seit langen die Firmenschrift von Mercedes ist.

Absolut sehenswert ist sein Vortrag auf der Typo-Berlin aus dem jahr 2008. Und zwar für alle die auch nur irgendetwas mit Kreativität zu tun haben. Also auch für Fotografen.

„Sei einzigartig, ohne als Einziger artig zu sein“ – so der Titel des von Kurt Weidemann auf der TYPO 2008 gehaltenen Vortrags. Er befasst sich mit der Imagepflege in Zeiten der Gedankenarmut, Ratlosigkeit und Fettsucht und Gefallsucht. Der Mensch als fragwürdige »Krone der Schöpfung« in einer Auflage von sechseinhalb Milliarden Einzigartigen verbraucht seine Kraft im Überlebenskampf unter Zwängen, Vorgaben und Notwendigkeiten bevor er zu einer Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung kommt. Sein Image, sein Bemerkens-Wert ist ein Grenzwert.“

Link zum Videoblog der Typo-Berlin mit Weidemanns Vortrag

Im Fontblog findet ihr einen kompletten Nachruf.

Dirty little Tricks – Folge 2

13/12/2011

Heute mal ein ganz schneller Trick um einem flauen Bild eine Art kantiges Leuchten und ein paar Sonnenstrahlen hinzuzufügen.

Ich habe hier ein ganz ansehliches aber zu flaues, langweiliges Bild aus meinem letzten Urlaub in Prag. Das Bild ist so gut wie nicht bearbeitet. Retusche fand nicht statt. Es ist einfach ein Urlaubsbild wie es jeder hundertfach haben dürfte.

Wenn wir uns jetzt in Photoshop die Kanäle des Bildes anschauen findet man eigentlich immer einen Kanal, in dem die bildwirksamen Teile (hier die Kuppel) besonders hervortreten. Hier war es der Rotkanal.

Diesen Kanal wählen wir mit „strg+A“ einfach komplett aus, kopieren ihn mit „strg+C“ und fügen ihn in eine neue leere Ebene über die Hintergrundebene mit „strg+V“ in das Bild ein.

Dann müssen wir diese Schwarz-Weiß-Ebene nur noch in den Ebenenmodus Luminanz setzen. Und schon sind wir fertig.

Man muss dabei ein Bisschen aufpassen, dass einem die Schatten nicht zulaufen. Das lässt sich über die Deckkraft und den Kontrast der SW-Ebene regulieren.

Am Ende braucht es hier eigentlich nur noch ein paar Standardanpassungen wie zum Beispiel eine Tonwertkorrektur und eine leichte Schärfung, und aus einem langweiligen Urlaubsbild ist ein spannendes geworden. Man kann hier regelrecht sehen wie wir künstlich den Wolkenhimmel aufgerissen und ein paar Sonnenstrahlen auf das Gebäude gelenkt haben. Kein Mensch sieht jetzt noch, dass das ein wirklich trüber Tag war…

Winterputz II

12/12/2011

Und wieder habe ich in den Untiefen meiner Festplatte etwas entdeckt. Die Arbeit entstand noch während meiner Ausbildung zum Thema Naturräume. Die Serie thematisiert Schrebergärten als künstlich angelegten Naturraum. Ich habe damals auch versucht den Widerspruch zu zeigen, der sich von ganz allein ergibt wenn man sich einmal überlegt was Natur im Sinne von Natürlichkeit überhaupt bedeutet. Kann ein von Menschen angelegter Garten, sei er auch noch so schön/geordnet/verwildert, jemals den Anspruch der Natürlichkeit haben und somit ein Naturraum sein?

 

 

Sontagsbraten – Folge 1

11/12/2011

Der Sonntagsbraten sind ausgewählte Links. Sozusagen das Tafelsilber dieser Woche:

    • LIFE zeigt die Bilder des Jahres
    • Jeriko entwickelt eine Hassliebe zu seinem Film
    • 85mm hat ein sehr schönes Portfolio
    • Martin Wolf führt ein Interview mit Jens Franke über sein 100-Tage-Projekt.
    • Zander Olsen umwickelt seit ein paar Jahren Bäume und schießt dann beeindruckende Fotos.
    • Björn Scherwinsky macht sich Gedanken über Geduld.
    • Die Piraten wollen das “einfache Lichtbild” (§72 Urheberrechtsgesetz) komplett vom Urheberrecht ausschließen. Artikel beim freienblog.
    • Phlearn fragt sich wo die Grenze zwischen Pornografie und Fotografie verläuft.
    • Google startet einen Fotowettbewerb für Studenten.
    • Es gibt einen neuen Bildband von Edward Weston

Film der Woche:

12 Drawings a Day – 12 Dessins par Jour von Denis Chapon

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